Warum Supplements individuell an dein Leben angepasst werden sollten

Einheitslösungen führen selten zum Ziel.

In der Welt der Nahrungsergänzungsmittel scheint es für jedes Ziel ein Standardprodukt zu geben: Muskelaufbau? Nimm Whey! Konzentration? Nimm Omega 3! Immunsystem? Da hilft Zink. Doch so hilfreich diese Stoffe auch sein mögen – was für den einen funktioniert, kann für den anderen völlig überflüssig sein. Supplements sollten kein Pauschalrezept sein, sondern individuell angepasst an dein Leben, deinen Alltag und deine Ernährung.

1. Deine Ernährung bestimmt, was fehlt.

Wer sich ausgewogen und nährstoffreich ernährt, braucht möglicherweise weniger Ergänzungen als jemand, der viel unterwegs ist oder sich einseitig ernährt. Ein Veganer hat oft einen anderen Bedarf (z. B. Vitamin B12, Eisen, Omega-3 aus Algenöl) als jemand, der regelmäßig Fleisch und Fisch isst. Jemand mit hoher Fast-Food-Quote könnte beispielsweise mehr von Verdauungsenzymen oder einem Multivitamin profitieren als jemand, der sich sehr ausgewogen ernährt.

2. Lebensstil und Belastung zählen.

Ein Schichtarbeiter hat andere Belastungen als ein Student. Sportler mit mehrmals täglichem Training verbrauchen mehr Mikronährstoffe, regenerieren schlechter und profitieren oft von Magnesium, Elektrolyten, adaptogenen Pflanzen oder Proteinsupplements. Wer hingegen viel Stress, wenig Schlaf oder mentale Belastung erlebt, braucht unter Umständen eher Fokus-Supplements wie Rhodiola Rosea, L-Theanin oder Ashwagandha. Dein Alltag beeinflusst deinen Bedarf – nicht nur dein Ziel.

3. Deine Ziele verändern deine Prioritäten.

Willst du Muskeln aufbauen, Körperfett reduzieren, dich besser konzentrieren oder deine Gesundheit optimieren? Jedes Ziel hat andere Anforderungen. Für Muskelaufbau spielen Proteine, Kreatin, ggf. Carb-Supplements eine Rolle. Für eine Diät geht es um Sättigung, Fokus und Erhalt der Muskelmasse. Wer mentale Performance will, wird andere Stoffe nutzen als jemand, der einen Marathon laufen möchte. Ziele setzen Prioritäten – und damit auch, welche Supplemente überhaupt sinnvoll sind.

4. Blutwerte und Diagnostik geben Aufschluss.

Anstatt auf gut Glück zu supplementieren, macht es Sinn, regelmäßig die eigenen Blutwerte zu prüfen. Vitamin-D-Mangel, Schilddrüsenwerte, Ferritin oder Magnesium – all das kann dir konkret zeigen, wo Defizite bestehen. So wird aus Supplementierung eine gezielte Maßnahme statt eines Ratenspiels.

Fazit: Supplemente sind Werkzeuge, keine Wundermittel.

Es geht nicht darum, möglichst viele Kapseln und Pulver zu nehmen – sondern die richtigen. Und das bedeutet: Dein Körper, dein Alltag, dein Ziel = deine Supplement-Strategie. Wenn du dir unsicher bist, welche Supplements für dich sinnvoll sind, lohnt es sich, mit einem Coach, Ernährungsberater oder Arzt zu sprechen – oder sich fundiertes Wissen selbst anzueignen.

Von Leon Hiebler / @HeraklesStrength